24.04.2026, Der Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat beschlossen, in den Jahren 2026 bis 2029 insgesamt sechs Museen, vier Regionalbibliotheken, acht weitere Kulturinstitutionen von kantonaler Bedeutung sowie sechs ausserkantonale Einrichtungen mit wiederkehrenden Beiträgen zu unterstützen. Die jährliche Förderung aus dem Kulturfonds beläuft sich auf insgesamt 0.98 Millionen Franken. Zusätzlich wird das Appenzeller Volkskunde-Museum Stein in den Jahre 2026 und 2027 mit einem Entwicklungsbeitrag unterstützt.
Mit dieser langfristigen Unterstützung setzt der Kanton ein starkes Zeichen für die kulturelle Vielfalt und die Sicherung der kulturellen Grundversorgung. Anpassungen gegenüber der Förderperiode 2022– 2025 spiegeln veränderte Rahmenbedingungen und strategische Prioritäten – insbesondere die Stärkung von Bibliotheken als Bildungs- und Begegnungsorte, eine differenzierte Förderung von Museen, sowie die gezielte Unterstützung von Institutionen, die zur sozialen Sicherheit von Kulturschaffenden beitragen.
Unter Berücksichtigung des entsprechenden Förderschwerpunkts "Museen" im Rahmen des Kulturkonzepts wurden für den Bereich Museen insgesamt 507’200 Franken gesprochen. Darin enthalten sind Mittel für gemeinsame Projekte und koordinierende Kommunikationsmassnahmen. Folgende Museen werden gestützt auf eine Leistungsvereinbarung weiterhin gefördert: das Appenzeller Brauchtumsmuseum Urnäsch, das Museum Herisau, das Henry-Dunant-Museum Heiden, das Museum für Lebensgeschichten Speicher sowie das Zeughaus Teufen. Neu wurde erstmals mit dem Museum Heiden eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen.
Eine Änderung betrifft das Appenzeller Volkskunde-Museum Stein. Es erhält künftig keine jährlich wiederkehrenden Beiträge mehr, sondern wird während seinem Transformationsprozess in den Jahren 2026 und 2027 mit einem Entwicklungsbeitrag in der Höhe von jeweils 110'000 Franken gefördert. Dadurch kann den Bedürfnissen des Museums im laufenden Transformationsprozess besser Rechnung getragen werden.
Die vier Regionalbibliotheken Heiden/Grub, Herisau, Speicher-Trogen und Teufen erhalten wie bisher Unterstützung – neu insgesamt 76'800 Franken jährlich. Damit werden die Beiträge erstmals seit 2008 erhöht.
Für acht weitere Kulturinstitutionen von kantonaler Bedeutung wurden Leistungsvereinbarungen mit einem Gesamtbetrag von 312'000 Franken jährlich abgeschlossen. Unterstützt werden: der Appenzeller Blasmusikverband, das Appenzeller Kammerorchester, die Appenzeller Kulturkonferenz, die Ausserrhodische Kulturstiftung, der Heimatschutz Appenzell Ausserrhoden, die Dr. R. und R. Schlesinger Stiftung, die Stiftung für appenzellische Volkskunde und die Stuhlfabrik Herisau. Institutionen, die sich besonders für die soziale Sicherheit von Kulturschaffenden einsetzen, erhalten erhöhte Beiträge. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Förderschwerpunkt «Kultur als Arbeitswelt» im Rahmen des Kulturkonzepts.
Zudem wurde auch für folgende sechs ausserkantonale Institutionen, die für das Kulturschaffen von Appenzell Ausserrhoden von besonderer Bedeutung sind, ein wiederkehrender Beitrag gesprochen: Open Art Museum St. Gallen, visarte.ost St. Gallen (mit dem Ausstellungsraum AUTO), art-tv.ch, bandXost, Textilmuseum St. Gallen und Roothuus Gonten. Dafür werden jährlich insgesamt 83'500 Franken aufgewendet.
Bei allen Vereinbarungen steht die Leistungszusage unter dem Vorbehalt, dass der Kantonsrat den für die Förderung notwendigen Mitteln im Rahmen des Voranschlags jeweils zustimmt.
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Der 821 urkundlich ersterwähnte Ort im Appenzellerland ist der Schwänberg bei Herisau. Vor rund 600 Jahren entstand das Land Appenzell und 1597 durch die Landteilung der Kanton Appenzell Ausserrhoden. Im protestantischen Ausserrhoden blühte früh die Heimindustrie auf, die im schweizerischen Vergleich eine ausserordentliche Bevölkerungsdichte zuliess. Die 1918 einsetzende Stickereikrise versetzte den Textilkanton in wirtschaftliche, politische und kulturelle Agonie.
Die ab 1945 einsetzende Diversifikation ging einher mit einem markanten Wachstum des Pendlerverkehrs und liess anderseits dank vermehrter Zuwanderung in vielen Gemeinden neue Wohnquartiere entstehen. Ab 1960 übernahm der Kanton nach und nach öffentliche Aufgaben, die zuvor auf Gemeindeebene gelöst worden waren. Getragen von einer positiven Aufbruchstimmung gab sich der Kanton 1995 eine moderne Verfassung.
Träumen Sie von spiegelblanken Seen und schwindelerregenden Felsen, von schmucken Dörfern und freundlichen Menschen? "Sönd herzlich willkomm" im Appenzellerland. Das Wander-Eldorado Appenzellerland beginnt in der sanften Hügellandschaft beim Bodensee und führt über grüne Wiesen bis zum voralpigen Säntisgebirge. Auch Wellness und Gesundheit sind bei uns keine Modewörter.
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