14.07.2026, Im Areal Gmünden in Teufen stellt der Kanton seit Ende 2023 eine Deponie für sauberen Aushub und für Inertstoffe zur Verfügung. Die Deponie ist für Aushub aus allen Baustellen im Kantonsgebiet offen. Der Betrieb erfolgt durch externe Unternehmungen im Auftrag des kantonalen Tiefbauamts. Die Etappe 1 mit einem reduzierten Schüttvolumen, das teils auf dem Boden des Klosters Wonnenstein liegt, steht vor dem Abschluss. Der Betrieb der nächsten Etappen 2 bis 6 wurde im April öffentlich ausgeschrieben. Jetzt hat der Kanton den Auftrag vergeben.
Das Deponievolumen in der Region ist seit längerem knapp. Die Preise steigen und verteuern das Bauen. Das ist ein bedeutender volkswirtschaftlicher Nachteil für den Kanton und die Standortattraktivität sinkt. Der Regierungsrat hat daher im Jahre 2020 entschieden, zur Sicherstellung des kurz- und mittelfristigen Bedarfs im Areal Gmünden auf seinem eigenen Boden eine Deponie für sauberen Aushub und für Inertstoffe zur Verfügung zu stellen. Der Betrieb soll durch qualifizierte Unternehmungen unter der Obhut des kantonalen Tiefbauamts erfolgen. Das Deponievolumen in Gmünden beträgt im Festmass rund 330‘000 m3.
Nach dem Bewilligungsverfahren und dem Bau der Erschliessung konnte die Deponie Gmünden im Herbst 2023 den Betrieb aufnehmen. Die Etappe 1, die teils auf dem Boden des Klosters Wonnenstein liegt, steht kurz vor dem Abschluss. Die nachfolgenden Bauetappen bis zur Fertigstellung wurden im vergangenen April öffentlich ausgeschrieben. Die Ausschreibung umfasst ein Schüttvolumen von rund 225‘000 m3. Davon behält der Kanton eine Reserve für eigene Bauvorhaben.
Die kantonale Tiefbaukommission hat Anfang Juni die Arbeiten für die Etappen 2 bis 6 vergeben. Den Zuschlag erhielt eine Arbeitsgemeinschaft der lokalen Firmen Implenia / Hörler / Preisig aus Teufen, welche bereits die erste Bauetappe ausführte. Insgesamt gingen vier Angebote ein. Der Auftrag umfasst ein Arbeitsvolumen von rund 4 Millionen Franken. Das Tiefbauamt rechnet mit einer Fertigstellung und Rekultivierung der Deponiefläche im Zeitraum 2034-2036.
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Der 821 urkundlich ersterwähnte Ort im Appenzellerland ist der Schwänberg bei Herisau. Vor rund 600 Jahren entstand das Land Appenzell und 1597 durch die Landteilung der Kanton Appenzell Ausserrhoden. Im protestantischen Ausserrhoden blühte früh die Heimindustrie auf, die im schweizerischen Vergleich eine ausserordentliche Bevölkerungsdichte zuliess. Die 1918 einsetzende Stickereikrise versetzte den Textilkanton in wirtschaftliche, politische und kulturelle Agonie.
Die ab 1945 einsetzende Diversifikation ging einher mit einem markanten Wachstum des Pendlerverkehrs und liess anderseits dank vermehrter Zuwanderung in vielen Gemeinden neue Wohnquartiere entstehen. Ab 1960 übernahm der Kanton nach und nach öffentliche Aufgaben, die zuvor auf Gemeindeebene gelöst worden waren. Getragen von einer positiven Aufbruchstimmung gab sich der Kanton 1995 eine moderne Verfassung.
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| Kantonale Verwaltung Appenzell Ausserrhoden (Firmenporträt) | |
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