16.01.2026, Am 11. Januar 2026 hat Bärin Tamar zum ersten Mal Jungtiere geboren. Vater ist der 18-jährige Takis. Die Geburt ist ein wichtiger Erfolg für den Artenschutz, denn die Tiere gehören zur Unterart der gefährdeten Syrischen Braunbären.
Am 11. Januar stellten die Tierpflegerinnen und Tierpfleger des Natur- und Tierparks Goldau anhand der Überwachungskameras in den Winterhöhlen erstmals kleine Bewegungen im Bauchbereich von Tamar fest. Schnell war klar, dass die achtjährige Braunbärin zum ersten Mal Nachwuchs zur Welt gebracht hat. Wie viele Jungtiere es sind, kann derzeit noch nicht bestimmt werden – auch, ob alle Jungtiere überleben, ist aktuell noch ungewiss.
Geburt während Winterruhe, erste Sichtung im Frühling
Der Zeitpunkt der Geburt entspricht den natürlichen Fortpflanzungsbedingungen von Braunbären. Nach der Paarungszeit im Frühjahr folgt die sogenannte Keimruhe, bei der sich der Embryo zunächst nicht weiterentwickelt. Die weitere Entwicklung ist dann so abgestimmt, dass die Jungtiere während der Winterruhe zur Welt kommen.
Bei der Geburt sind die Jungbären sehr klein und hilflos. Die kommenden Wochen verbringen sie mit Mutter Tamar in den neuen Winterhöhlen im Park, werden von ihr gesäugt und wachsen schnell heran. «Im Frühling werden die Jungtiere mit ihrer Mutter Tamar die Winterhöhle verlassen und für unsere Besuchenden erstmals sichtbar sein», freut sich Dr. Pascal Marty, Leiter Zoologie und Kurator des Natur- und Tierparks Goldau.
Zucht wieder möglich
Im Natur- und Tierpark Goldau wurde seit 2008 bewusst auf die Zucht von Braunbären verzichtet. Europaweit gibt es jedoch immer wieder Tiere aus Auffangstationen, die nicht mehr ausgewildert werden können und ein dauerhaftes Zuhause benötigen. So kamen im Jahr 2024 auch die Bärinnen Tamar und Dalia nach Goldau.
Derzeit wird in Europa ein neues Erhaltungszuchtprogramm speziell für die syrische Unterart des Braunbären aufgebaut. Dieses Programm ermöglicht nun auch wieder eine gezielte Zucht im Natur- und Tierpark Goldau – und führte nun erstmals seit 18 Jahren zu Nachwuchs.
Beitrag zum Schutz einer gefährdeten Unterart
Der Schutz von Arten ist – neben Naturschutz, Forschung und Bildung – eine zentrale Aufgabe eines modernen Tierparks. Der Syrische Braunbär gilt als stark bedroht: In vielen Teilen seines ursprünglichen Verbreitungsgebiets ist er bereits ausgestorben oder die Bestände sind stark rückläufig. Mit der Haltung und Zucht dieser kleinsten Unterart des Braunbären leistet der Natur- und Tierpark Goldau einen wichtigen Beitrag zu deren Schutz.
Natur- und Tierpark Goldau
Parkstrasse 38
6410 Goldau
+41 41 859 06
06
info@tierpark.ch
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Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Der Natur- und Tierpark Goldau liegt in einem wildromantischen Bergsturzgebiet. Im 42 Hektar grossen Park mit über 100 einheimischen und europäischen Tierarten erleben Besuchende die Tierwelt auf einem spannenden und informativen Rundgang.
In der ursprünglichen Natur können Besucher hier Sikahirsche, Wölfe, Bären, Luchse und Greifvögel aus nächster Nähe beobachten.
Ganz gleich zu welcher Jahreszeit, im Natur- und Tierpark Goldau gibt es für Jung und Alt jede Menge zu erleben. Weitläufige Freilaufzonen zum Füttern und Streicheln der Tiere, Rast- und Grillplätze, Abenteuer-Spielplätze, Führungen und vieles mehr laden zur aktiven Begegnung zwischen Mensch und Tier ein.
365 Tage im Jahr geöffnet - täglich ab 09.00 Uhr.
1. April - 31. Oktober: Täglich bis 18.00 Uhr
1. November - 31. März: Täglich bis 17.00 Uhr
| Natur- und Tierpark Goldau (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Erstmals seit 18 Jahren Bärenn...'auf Swiss-Press.com | |
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