23.06.2026, Der Grosse St. Bernhard-Pass wurde heute Montag, am 22. Juni um 11:00 Uhr, für den Verkehr freigegeben. Die Eröffnungszeremonie fand in Anwesenheit einer Delegation der kantonalen und kommunalen Behörden des Entremont sowie von Vertretern der Behörden der autonomen Region Aostatal statt. Die Passstrasse dürfte bis Mitte Oktober befahrbar bleiben.
Die Schweizer Seite des Grossen-St.-Bernhard-Passes ist bereits seit dem 29. Mai 2026 für den Verkehr offen. Nun ist auch die italienische Seite wieder befahrbar, nachdem die durch eine Lawine beschädigte italienische Strasseninfrastruktur instandgesetzt werden konnte. Damit ist die Verbindung zwischen der Schweiz und Italien über den Grossen St.Bernhard vollständig wiederhergestellt.
Die Öffnung des Passes ist traditionsgemäss ein Anlass zur Begegnung zwischen den Vertretern der autonomen Region Aostatal, den Kantonsbehörden und den Gemeindebehörden des Entremonts sowie den Verantwortlichen der Polizeikorps, der Grenzwachen, der Strassenunterhaltsdienste und der am Betrieb des Gr. St. Bernhard-Tunnels beteiligten Gesellschaften.
Dieses Jahre wurde mit der Schneeräumung auf der Passstrasse, auf einem 6 Kilometer langen Stück ab der Galerie-Ausfahrt, am 4. Mai 2026 begonnen.
Die Schneedecke auf dem 2476 Meter hohen Grossen St. Bernhard-Pass erreichte 2026 eine Höhe von 11 Metern und lag damit leicht unter dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre (13 Meter). Im Jahr 2025 ergaben die Messungen 7.7 Meter, im Jahr 2024 13 Meter. Die Rekordhöhe von etwa 26 Metern wurde 1885 gemessen.
Die Passstrasse, die jährlich von etwa 85’000 Fahrzeugen befahren wird, bleibt normalerweise bis Mitte Oktober offen, sofern die Schneeverhältnisse es zulassen.
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Das um 25 v. Chr. von den Römern eroberte und danach zur Provinz Rätien gehörende Gebiet wurde im 5. Jahrhundert im Bereich des Unterwallis von Burgundern besetzt, während sich im heutigen Oberwallis Alemannen niederliessen. 999 kam die Grafschaft Wallis an den Bischof von Sitten. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts eroberten die bäuerlichen Gemeindeorganisationen (die 7 Zenden) des Oberwallis das inzwischen zu Savoyen gehörende Unterwallis und unterstellten es bis 1798 ihrer Verwaltung.
Im 16. Jahrhundert erzwang das Wallis die Unabhängigkeit von bischöflicher Herrschaft. 1802 erklärte Napoleon I. das Gebiet zur unabhängigen Republik und 1810 zum französischen Département du Simplon. 1815 trat das Wallis als 22 Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei. Eine Verfassung wurde 1907 verabschiedet, die Frauen des Kantons sind seit 1970 wahlberechtigt.
Finden - erleben - verstehen. Über dem Talboden flimmert die Hitze. Durch Wälder und Rebberge murmelt das Wasser in den Suonen.
Von Gletschern her weht ein kühler Wind. Die Berggipfel sind hier dem Himmel ein bisschen näher als andernorts. Wie ein blaues Band die Rhone, gespeist von unzähligen Bächen aus steilen Seitentälern, im rauhen Goms stürmisch, im Unterwallis beschaulicher. Sie zieht vorbei an Bergdörfern mit sonnengebräunten Holzhäusern, vorbei an Städten mit alter Geschichte und neuen Impulsen, vorbei an Obstgärten und Rebbergen, bis zur Einmündung in den Genfersee. Eine Landschaft, geprägt von Gegensätzen, schroffen Felsen, Hochalpen, deutscher und französischer Sprache und Mentalität. Land der Viertausender, Land der grössten Gletscher, Land der Alpenpässe.
| Kantonale Verwaltung Wallis (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Öffnung der Passstrasse Grosse...'auf Swiss-Press.com | |
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