13.06.2026, Zurich (ots) - An der 107. Delegiertenversammlung vom 12. Juni 2026 haben sich die heutigen Delegierten von Pro Infirmis zu einem Modell der "offenen Mitgliedschaft" bekannt. Der Verein, der heute nur einer bestimmten Anzahl von Organisationen sowie Mitgliedern von internen Gremien eine Mitgliedschaft erlaubt, will in Zukunft allen interessierten Personen in der Schweiz offenstehen.
"Mit diesem Schritt will die Organisation die Partizipation im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention weiter steigern, damit Menschen mit Behinderungen aus der ganzen Schweiz auch als Mitglieder die Pro Infirmis mitbestimmen und -tragen können", sagt Co-Präsident Manuele Bertoli. Die entsprechenden Statutenänderungen sollen an der nächsten Delegiertenversammlung 2027 formell genehmigt werden.
Solide finanzielle Basis
Pro Infirmis schliesst das Jahr 2025 mit einem Betriebsgewinn von 2,5 Millionen Franken und einem Jahresergebnis von 5,2 Millionen Franken ab. Dieses Ergebnis ist insbesondere auf gestiegene Spenden, die verlässliche Zusammenarbeit mit Bund und Kantonen sowie einen verantwortungsvollen Mitteleinsatz zurückzuführen.
"Dank unseren wichtigen Partnern konnten wir Menschen mit Behinderungen in der ganzen Schweiz beraten und unterstützen sowie das Eigenkapital der Organisation sichern, um langfristig unabhängig und handlungsfähig zu bleiben", schätzt Co-Präsidentin Pearl Pedergnana das Ergebnis ein.
Neue Strukturen und Verstärkung im Vorstand
Im Jahr 2025 hat Pro Infirmis ihre Organisationsstruktur weiterentwickelt und in vier Regionen gegliedert: Ost, Mitte, West und Süd. Die bestehenden kantonalen Beratungsstellen und Standorte bleiben unverändert und gewährleisten weiterhin die Zugänglichkeit und Nähe zu den Menschen vor Ort. Gleichzeitig fördert die neue Struktur den fachlichen Austausch, stärkt die Einbindung der Regionen in die Geschäftsleitung und vereinfacht interne Abläufe.
An der Delegiertenversammlung wurde auch der Vorstand von Pro Infirmis mit einem neuen Mitglied verstärkt. Gewählt wurde Tina Aeschbach als Vertreterin eines Kollektivmitglieds (SZBlind). Tina Aeschbach ist gehörlos.
Inklusionsindex 2026
Im Nachgang an die Delegiertenversammlung präsentierte Pro Infirmis mit dem Inklusionsindex 2026 die zweite Ausgabe der nationalen und repräsentativen Studie zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in der Schweiz. Diese zeigt den neusten Stand auf sowie die Entwicklung gegenüber der ersten Ausgabe vor drei Jahren. Mehr dazu auf der Website von Pro Infirmis.
Weitere Informationen
Für Interviews stehen die Co-Präsidentin Pearl Pedergnana, der Co-Präsident Manuele Bertoli sowie die Direktorin Felicitas Huggenberger gerne zur Verfügung.
Philipp Schüepp, Leiter Kommunikation und Politik
philipp.schueepp@proinfirmis.ch
Tel. 058 775 26 62
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Pro Infirmis führt in der ganzen Schweiz Beratungsstellen und unterstützt Menschen mit körperlichen, kognitiven und psychischen Beeinträchtigungen.
Als gemeinnütziger Verein mit Sitz in Zürich ist Pro Infirmis politisch unabhängig und konfessionell neutral. Mit unseren Dienstleistungen fördern wir das selbstständige und selbstbestimmte Leben von Menschen mit Behinderungen.
Pro Infirmis setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen aktiv am sozialen Leben teilnehmen können und nicht benachteiligt werden. Dieses Ziel möchten wir gemeinsam mit den Betroffenen erreichen.
| Pro Infirmis (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Pro Infirmis öffnet sich für n...'auf Swiss-Press.com | |
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