29.05.2026, Die Ozonwerte sind in der Zentralschweiz aktuell stark erhöht. Grund dafür sind die sonnigen Frühsommertage. Eine hohe Ozon-Belastung kann gesundheitliche Folgen haben. Körperliche Anstrengungen im Freien sollten ab dem Mittag vermieden werden.
Während der aktuellen, aussergewöhnlich frühen Hitzewelle ist die Ozon-Belastung stetig angestiegen. Luftmessungen in der Zentralschweiz zeigen, dass der Stundenmittelgrenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter momentan vor allem am Nachmittag weiträumig überschritten wird. Laut Luftreinhalte- Verordnung dürfte dieser Grenzwert maximal einmal pro Jahr überschritten werden. Grund für diese erhöhten Ozonwerte ist die momentan starke Sonneneinstrahlung, welche die von Menschen verursachten Luftschadstoffe in Ozon umwandelt.
Entstehung und Vorkommen von Ozon
Ozon ist ein unsichtbares Gas, das in verschiedenen Schichten der Erdatmosphäre vorkommt. Einerseits schützt die in einer Höhe von 20 bis 30 Kilometern bestehende Ozonschicht die Erde vor der schädlichen Ultraviolettstrahlung der Sonne. Andererseits befindet sich ein natürlicher Grundanteil von Ozon in Bodennähe. Bodennahes Ozon entsteht zusätzlich aber auch durch die chemische Reaktion von durch Menschen verursachten Luftschadstoffen. Die starke Sonneneinstrahlung in den Sommermonaten wandelt diese in Ozon um. Zu den Vorläuferstoffen gehören Stickstoffdioxid und flüchtige organische Verbindungen. Diese gelangen etwa durch Abgase im Verkehr respektive durch Farben und Lösemittel in die Luft.
Wirkung von Ozon und Verhaltensempfehlung
Das Ozon in der untersten Atmosphärenschicht ist gleich doppelt problematisch. Erstens, weil es als Treibhausgas wirkt und stark zur Klimaerwärmung beiträgt, zweitens, weil es negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Das Reizgas Ozon kann in zu hoher Konzentration zu Augenreizungen, Husten oder Atembeschwerden führen. Langfristig können Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Allergien verursacht werden. Die Ozon-Konzentration ist nachmittags am höchsten. Um gesundheitlichen Folgen vorzubeugen, wird vor allem Personen mit bereits bestehenden Lungenbeschwerden wie Asthma Folgendes empfohlen:
Individuelle Massnahmen
Körperliche Anstrengungen nur morgens ausüben
Am Morgen lüften
Sich mittags bis abends möglichst wenig im Freien aufhalten
Sich über die aktuelle Ozon-Belastung informieren
Massnahmen durch die Behörden
Stetige Überprüfung der Luftqualität
Verminderung von Vorläuferschadstoffen durch Vorschriften und Kontrollen
Information der Bevölkerung
Jahresbericht «Luftbelastung in der Zentralschweiz» veröffentlicht
Umwelt Zentralschweiz orientiert im jährlich erscheinenden Jahresbericht über die Entwicklung der Luftbelastung in der Zentralschweiz. Der kürzlich veröffentlichte Jahresbericht 2025Externer Link wird in einem neuen Fenster geöffnet. zeigt auf, dass weitere Anstrengungen zur Reduktion der Luftbelastung notwendig sind. Die hohen Ozonbelastungen zeigen die Notwendigkeit auf, die Vorläuferschadstoffe von Ozon noch weiter zu reduzieren. Im Winterhalbjahr hingegen braucht es weitere Anstrengungen, um die Russbelastung deutlich zu reduzieren.
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
1291 schlossen die Talleute von Uri, Schwyz und Nidwalden ein Bündnis, das zur Bildung der Eidgenossenschaft führen sollte. Freilich waren damals noch fast keine staatlichen Strukturen vorhanden. Diese begannen sich erst zu entwickeln und erreichten gegen Ende des 14. Jahrhunderts sowohl auf regionaler wie auf kommunaler Ebene einen Stand, der bis zum Ende der Alten Eidgenossenschaft höchstens noch marginal verändert worden ist: Alle politischen Gewalten (wie Landsgemeinde, Landrat, Wochenrat, obrigkeitliche Herren, Gerichte, dörfliche Ürten und Kirchgemeinden) waren nun institutionalisiert. Schritt mit diesem Aufbau hielt die Ausbildung des Territoriums mit dem Zurückdrängen der Feudalrechte Landsfremder und der Annexion der Engelberger Alpen.
Ob- und Nidwalden bildeten jedoch nie eine politische Einheit. Nidwalden trat 1291 allein mit Uri und Schwyz in den Bund ein (Obwalden kam erst später hinzu). Verschiedene Wege ging man auch beim Aufbau der Staatsstrukturen. Einzig zur Beratung wichtiger gemeinsamer Interessen rief man im 14. und im 15. Jahrhundert bisweilen die Landleute aus beiden Talschaften zusammen. Später unterblieb auch das, soweit hatte man sich auseinandergelebt, dass man lieber mit den Urnern, Schwyzern oder Luzernern gemeinsame Sache machte als miteinander. So galt Nidwalden bei den politischen Auseinandersetzungen nach den Burgunderkriegen, die im Stanser Verkommnis 1481 ihr Ende fanden, als neutral, während Obwalden als Parteigänger angesehen wurde. Oder Nidwalden eroberte mit Uri und Schwyz allein die ennetbirgischen Vogteien Bellinzona, Riviera und Blenio im Tessin.
Das Nidwaldner Selbstverständnis war in hohem Masse religiös bestimmt. Die Stellung der Kirche war stark, das christliche Nidwalden eine Realität. Der berühmteste Nidwaldner Staatsmann Landammann Melchior Lussi vertrat gar die gesamte Innerschweiz am Konzil von Trient und war massgebend an der Erneuerungsbewegung beteiligt. Es erstaunt darum nicht, dass die Reformen der katholischen Kirche hier auf fruchtbaren Boden fielen.
Wirtschaftlich blieb Nidwalden bis ins 20. Jahrhundert ein Agrarland. Vieh und Hartkäse wurden vor allem nach Oberitalien ausgeführt. Obwohl das Land schon im Spätmittelalter die Bevölkerung nicht ernähren konnte, entstand nur im Rotzloch eine kleine Industriezone. Solddienste und später Auswanderungen ins Elsass, nach Württemberg, später auch nach Preussen, Russland und Übersee trugen zur Linderung des Bevölkerungsdruckes bei.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts waren noch über 95 Prozent der ansässigen Bevölkerung Landleute und mehr als 85 Prozent wohnten in jener Gemeinde, in der sie das Bürgerrecht besassen. Die Ideen der französischen Revolution fanden deshalb hier nur wenig Anhänger. Der überwiegende Teil besass an der Landsgemeinde und in den Ürteversammlungen Mitspracherechte, von denen man andernorts nur träumen konnte. Nidwalden lehnte in der Folge die Helvetische Verfassung ab, deren Bestimmungen ideell zwar zukunftsweisend waren, in der Realität aber für die meisten Landesbewohner einen politischen Rückschritt bedeuteten. Die Ablehnung musste Nidwalden am 9. September 1798 mit dem Niedermetzeln von über 400 Personen durch französische Truppen und der willkürlichen Zerstörung von mehreren hundert Gebäuden schwer bezahlen.
Die günstige geografische Lage des Kantons Nidwalden macht den Tourismus zu einem wichtigen Wirtschaftsträger. Der Vierwaldstättersee und die Berge ermöglichen im Sommer wie im Winter ein breites Freizeit- und Ferienangebot. Die Seegemeinden verfügen über eine Vielzahl von Wassersportmöglichkeiten und die Voralpen sind mit Bergbahnen gut erschlossen. Die Ausflugs- und Ferienziele sind bequem, schnell und individuell erreichbar. Sei es der Erlebnisberg Klewenalp, der Blumenberg Stanserhorn, der Titlisgletscher, die voralpine Region Bannalp, der mondäne Bürgenstock mit dem welthöchsten Aussenlift zur Hammetschwand oder die Sommerbobs auf Wirzweli.
Der Kanton Nidwalden offeriert eine Fülle von Naturschönheiten, Sportmöglichkeiten und Erlebnisangeboten. Mit dem Einbezug von lokalen Besonderheiten wie der Bähnli-Safari, der Glasi Hergiswil oder 'Schlafen im Stroh' werden Zeichen zur Umsetzung eines sanften Tourismus gesetzt.
| Kantonale Verwaltung Nidwalden (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Sommerliches Wetter führt zu h...'auf Swiss-Press.com | |
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