29.04.2026, Die FDP-Fraktion fordert in einer Motion die Beauftragung spezialisierter Planer für eine leistungsfähige Anbindung des Kantons an das Nationalstrassennetz und beantragt einen Nachtragskredit von 500'000 Franken. Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, die Motion abzulehnen.
Mit der Anfang April 2026 eingereichten Motion «Beschleunigte Planung Verkehrserschliessung Glarnerland» will die FDP-Fraktion, dass der Regierungsrat umgehend spezialisierte Planer beauftragt, um gemeinsam mit dem Bundesamt für Strassen ein Gesamtprojekt zur besseren Anbindung an das Nationalstrassennetz voranzutreiben. Dafür soll ein dringlicher Nachtragskredit von 500'000 Franken für das Budget 2026 beantragt werden.
Strategische Ausrichtung für langfristige Massnahmen entscheidend
Der Regierungsrat hält in seiner Antwort fest, dass das Departement Bau und Umwelt bereits einen ausgewiesenen Experten beauftragt hat. Er analysiert die Ausgangslage umfassend und definiert strategische Schritte. Damit ist für den Regierungsrat das Kernanliegen der Motion bereits erfüllt. Eine fixe Forderung nach einem Nachtragskredit von 500'000 Franken lehnt er ab, weil diese zu starr und auch nicht ausreichend begründet sei. Der Regierungsrat ist im Bedarfsfall bereit, erforderliche Mittel kostenbasiert und anhand der geltenden finanzrechtlichen Vorgaben zu beantragen.
Für die langfristige Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur erachtet der Regierungsrat eine sorgfältige und nachvollziehbare Vorbereitung der nächsten Schritte als sehr wichtig. Auch dank der Beratung durch den externen Fachexperten ist der Kanton zielführend aufgestellt, um die aktuelle Ausgangslage sorgfältig zu analysieren und eine belastbare Grundlage für die weitere Zusammenarbeit mit dem Bund zu schaffen und die Gestaltungsmöglichkeiten zu nutzen.
In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strassen und den betroffenen Gemeinden werden zudem laufend kurz- und mittelfristige Verbesserungen auf der Hauptachse N17 sowie im kantonalen und untergeordneten Strassennetz erarbeitet und umgesetzt. Beispielsweise ist die Verlegung eines Fussgängerstreifens beim Kreisel Wiggispark in den kommenden Wochen geplant. Zudem ist eine Busspur zwischen Näfels und Netstal vorgesehen, die den öffentlichen Verkehr auf der Strasse stärken soll. Dabei werden die bestehenden Velostreifen aufgehoben und der Langsamverkehr auf die kantonale Radroute verlagert. Die Umsetzung ist für den Spätsommer 2026 geplant.
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.
Bronzezeitliche (13.-9. Jh. v. Chr.) Funde sind erste Belege menschlicher Anwesenheit im Glarnerland. Für die keltische Besiedlung (3. Jh. v. Chr.) sprechen Bodenfunde und Ortsbezeichnungen. So leitet sich der Name des Talflusses «Linth» vom keltischen «linta» ab, was die Geschmeidige oder Schlange, Drache bedeutet.
Reste römischer Bauten finden sich am Walensee und auf Kerenzen. Zu Beginn unserer Zeitrechnung gehört das Glarnerland zur Provinz Rätien.
Die erste Talkirche wird im 6. Jahrhundert in Glarus gebaut. Um 700 wandern die Alemannen ein, deren Sprache sich aber erst im 11. Jahrhundert allgemein durchsetzt. Zu dieser Zeit untersteht das Glarnerland dem Kloster Säckingen.
Im 13. Jahrhundert kommt es unter habsburgische Vormacht, die die Glarner abzuschütteln versuchen. Sie verfügten nämlich über eine gewisse Eigenständigkeit, urkundet doch 1282 «die Gemeinschaft der Männer des ganzen Tales Glarus». 1351 lassen sie sich von Zürchern und Innerschweizern erobern. Nachdem sie 1352 einen ersten Rückeroberungsversuch Habsburgs zurückgeschlagen haben, schliessen sie den Bund mit den Eidgenossen und errichten unterhalb Näfels eine Letzimauer, von der Überreste heute noch festzustellen sind. Nach der Schlacht bei Sempach erobern sie das Städtchen Weesen, das durch eine verräterische Mordnacht im Februar 1388 wieder verloren geht.
An der ersten ausführlich dokumentierten Landsgemeinde geben sie sich 1387 eigene Satzungen und legen damit den Grundstein zur heutigen demokratischen Verfassung.
Am 9. April 1388 schlagen sie in der Schlacht bei Näfels ein mehrfach überlegenes habsburgisches Heer und befreien sich mit diesem Sieg von der habsburgischen Herrschaft. - Seither erinnert die am ersten Donnerstag im April begangene Näfelser Fahrt an dieses Ereignis.
1395 kaufen sie sich von Säckingen los, zahlen dem Frauenkloster aber noch bis zum Umsturz Ende des 18. Jahrhunderts einen «ewigen» Jahreszins.
Schon vor 1530 ist die Mehrheit der Glarner und Glarnerinnen reformiert. Zwingli hatte während zehn Jahren in Glarus als Pfarrer gewirkt und seine Reformationsschrift 1523 «Ammann, Rat und Gmeind des Lands Glaris» gewidmet. Nur Näfels und Oberurnen bleiben beim alten Glauben und einige wenige andere Gemeinden werden paritätisch. Erste Grundsätze von Religionsfreiheit vermögen jedoch die Spannungen zwischen den Konfessionen nicht zu verhindern. Immerhin überdauert das Simultanverhältnis an der Kirche von Glarus: bis zur Weihe der katholischen St. Fridolins Kirche 1964 nutzen beide Konfessionen die gleiche Kirche; daran vermag selbst der verheerende Brand von Glarus (1861) nichts zu ändern. Die Staatsgewalt jedoch teilt sich. Es gibt drei Landsgemeinden: je eine der Angehörigen der beiden Glaubensgruppen und die gemeinsame. Auch die Gerichte, das Militär- und Postwesen und der Salzhandel trennen sich. Es gelten gar, weil die Reformierten den Gregorianischen Kalender ablehnen, während eines Jahrhunderts zwei Kalender. 1836 hebt die neue Kantonsverfassung diese konfessionelle Landesteilung auf.
1799 wird das Glarnerland zum Kriegsschauplatz fremder Heere. Die Franzosen zwingen die über den Pragelpass und das Klöntal vorgestossenen Russen unter General Suworow zum verlustreichen Rückzug über den verschneiten Panixerpass. - Aus dem ausgehungerten Land ziehen 1200 Kinder in andere Kantone, wo sie Ernährung und Hilfe finden müssen.
Seit alters her an das Mitbestimmen an der Landsgemeinde gewohnt, prägt die Glarner Arbeiterschaft zusammen mit sozial gesinnten Ärzten und Pfarrern die Sozialgesetzgebung im 19. und 20. Jahrhundert. So wird z. B. 1856 die Fabrikarbeit für unter 12-jährige verboten und 1864 das erste demokratisch durchgesetzte Fabrikgesetz erlassen. Es reduziert die tägliche Arbeitszeit auf zwölf Stunden (1872 auf elf Stunden), verbietet Nacht- und Kinderarbeit, schreibt Arbeitssicherheits- und Hygienemassnahmen vor und bringt einen bescheidenen Wöchnerinnenschutz.
1916 stimmt die Landsgemeinde der Schaffung einer kantonalen Alters- und Invalidenversicherung zu. Diese erste obligatorische Sozialversicherung findet mit der AHV erst 1948 eine Entsprechung auf Bundesebene. Ebenfalls ist es die Glarner Landsgemeinde, die 1925, als erstes seiner Art, das Gesetz über die Arbeitslosenversicherung erlässt. Der Fabrikarbeiterverein Schwanden gründet 1864 den ersten Konsumverein der Schweiz.
Zwischen dem Walensee und dem Zürichsee geht es hinein in das tief eingeschnittene Tal des Glarnerlands. Bis zu 1.750 Metern wachsen die Berge hier aus dem Boden. Mit 3.614 Metern ist der Tödi der höchste Berg der Ostschweiz. Das Glarnerland, als Kanton einer der ältesten Kantone der Schweiz, ist eine Ferienregion der Vielfalt. Erstklassige Angebote für Familien gehen einher mit hochalpinen Wander- und Tourenmöglichkeiten, Skispass in zwei attraktiven Wintersportgebieten und jeder Menge Kultur.
| Kantonale Verwaltung Glarus (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Verkehrsplanung im Kanton: Sor...'auf Swiss-Press.com | |
| Weitere Nachrichten der Branche |
Libanon: Konflikt treibt über 380’000 Kinder in Hunger auf Krisenniveau
Save the Children, 30.04.2026Freizeit wird teurer: Reisen und Haustiere im Preishoch
Comparis.ch AG, 30.04.2026Santa Marta Konferenz packt den Ausstieg aus Öl, Kohle und Gas an
Fastenaktion, Katholisches Hilfswerk Schweiz, 30.04.2026
17:52 Uhr
Autofahrer rammt beim Überholen absichtlich Velofahrer »
17:52 Uhr
Tödlicher Unfall im Tessin: Kind (†2) ertrinkt im Swimmingpool »
17:52 Uhr
Kinderschutz im Netz – Schulkinder geraten auf Schulcompi an ... »
17:11 Uhr
Der Erdölpreis schnellt auf ein neues Jahreshoch: Der ... »
17:11 Uhr
Neue Funktionen: Uber-Kunden können Flüge und Hotels bald direkt ... »
1664 Original Lager Bier 24x50cl
CHF 21.90 statt 43.80
Coop
Aargau AOC Blauburgunder Falkenkönig Weinkeller zum Stauffacher
CHF 7.45 statt 9.95
Coop
Aargauer AOC Riesling-Sylvaner Falkenkönig
CHF 7.15 statt 8.95
Coop
Aargauer AOC Riesling-Sylvaner Falkenkönig
CHF 7.15 statt 8.95
Coop
Adventuros Hundesnack Filetti Ente
CHF 3.95
Coop
Adventuros Hundesnack Mini Cuts Wildschwein
CHF 3.95
Coop
Aktueller Jackpot: CHF 1'684'158